Die Busreise

 

Im Traum unternehme ich eine Busreise. Es handelt sich um einen Doppeldeckerbus, keinen deutschen Reisebus, sondern einen englischen Linienbus, mit viel Platz zwischen den Sitzen. Der Fahrer sagt mir, dass er extra für mich zwischen den zwei Haltestellen anhalten wird. So gelangte ich schneller nach Hause.

 

Dann steige ich aus.

 

Auf der Straße steht J und wartet auf mich. Ich umarme ihn zum Abschied, beinahe stürmisch, gerate ins Straucheln und falle auf meine Knie. Er hilft mir nicht, wieder auf die Beine zu kommen. Dabei bin ich schwanger, und ich weiß, dass ich schwanger von ihm bin.

 

 

Take care, sagt er und selbst im Traum finde ich die Indifferenz, die sich in seiner Stimme offenbart, empörend.

 

Dann drehe ich mich um. Da steht eine Frau. Ich weiß, dass sie seine Freundin ist. Ich umarme sie, verabschiede mich von ihr; sie schweigt. Sie zu umarmen fällt mir ganz leicht, ich fühle mich ihr ungeheuer verbunden. Sie liebt ihn ja. Ich kann mich ja mit ihr identifizieren. Ich verstehe ja, wie es ihr mit ihm geht.

 

Ich wache auf. Meine Ohren sausen; das hohe Kreischen eines Tinnitus mischt sich mit einem Rauschen, so laut, dass ich minutenlang die Bettdecke auf meine Ohren pressen muss.

 

Es ist nun schon das zweite Mal, dass ich eine akustische Halluzination habe direkt nachdem ich von ihm geträumt habe. Es macht mir Angst, wie ein banaler Traum meinem Körper solchen Stress zufügen kann. Mein Herz rast, meine Ohren schmerzen furchtbar. Aber woher rührt all der Stress? Ist es nicht eine versöhnliche Botschaft, dass wir eine gemeinsame Reise miteinander beendet haben, und dass etwas Neues beginnt mit dem Abschied von ihm?