Drei Träume

Erster Traum. Im Traum sitze ich neben meinem Psychoanalytiker. Wir sitzen auf einer Art Bank oder einem breiten Sessel. Auf seiner Couch liegt ein Paar, es ist ein Liebespaar, das weiß ich im Traum. Die Frau ist mir ähnlich. Der Mann auch. Sie wirken einträchtig und glücklich miteinander. Mein Analytiker erzählt mir von ihnen, analysiert sie vor mir. Ich bin verwundert, kurz empört, weil er mir etwas über die beiden erzählt – in ihrer Anwesenheit. Ich frage mich, ob das die beiden nicht kränkt, bin selbst schamerfüllt. Kann aber nicht sagen, ob die beiden auch gekränkt sind.

 

 

Plötzlich bin ich nicht mehr im Zimmer. Ich stehe im Vorraum einer Praxis, ich bin nackt, schäme mich natürlich, will mich schnell anziehen, haste in das Behandlungszimmer. Dort sehe ich einen Fernsehmonitor, auf dem ein Paar zu sehen ist. Der Mann ist viel jünger als die Frau, er scheint sich ihrer zu schämen. Warum, frage ich mich, ist er denn mit ihr zusammen, wenn er sich ihrer schämt? Dann wache ich auf.

 

 

 

Zweiter Traum. Im Traum sitze ich mit meinem Psychoanalytiker am Küchentisch, der mir einen Traum deuten will. Es geht um einen Traum, in dem ich ein Kind bekomme; ich träume häufig, dass ich schwanger bin oder gebäre oder gerade ein Kind bekommen habe, das ich aber nicht finden kann. Er erklärt mir die Bedeutung. Er sagt, dass ich nun nicht mehr so viel Zeit hätte. Ich protestiere, sage ihm, dass ich doch erst 26 sei. Da aber fällt mir ein, dass ich schon 31 bin. Im Traum höre ich die Zahlen ganz klar und weiß, dass sie von Bedeutung sind.

 

 

Dritter Traum. Ich gehe in die Praxis meines Analytikers. Dort aber sitzt ein zweiter Psychologe, der Tests mit mir durchführen möchte. Ich ärgere mich, weil ich dem Analytiker doch von meinem Traum erzählen will. Stattdessen soll ich Würfel werfen; er analysiert deren Stellung. Aus irgendeinem Grund ist er unzufrieden mit dem Wurf. Ich bin gekränkt und verärgert; was kann ich denn dafür, dass die Würfel nicht richtig gefallen sind? Später, außerhalb des Traumes, erzähle ich W davon und er erzählt mir von dem chinesischen I Ging Orakel. Er erzählt mir von der Bedingung, den Orakelspruch als Antwort auf die Frage hinzunehmen, egal, wie die Antwort lautet.

 

 

Zurück zum Traum. Ich spähe auf den Bildschirm (?) des Psychologen und sehe, dass ich darauf zu sehen bin. Ich hocke da, nackt, kann aber nicht entscheiden, ob es eine sexuelle Position ist, oder ob ich gar ein Kind bekomme. Dann betritt noch eine Psychologin den Raum [Mein Unbewusstes bedarf scheinbar viel psychologischen Beistandes] Ihr folge ich in eine Art Gymnastikraum. Ich soll wieder etwas machen, weigere mich aber. Dann müsse ich mich auch nicht wundern, wenn […] nicht klappt, schimpft die Psychologin. Was ich nicht mache, und worüber ich mich nicht wundern müsse, weiß ich nicht mehr. Ich unterbreche ihr Schimpfen und fahre sie wütend an. Ich schreie ihr etwas entgegen, aber sie lacht nur, was mich umso wütender macht.