Was ich werden will, wenn ich groß bin: Courtney Love. Oder Hunter S. Thompson. Ich überlege noch.

Was ich bin? Freie Autorin für die WELT, die ZEIT, die TAZ, den FREITAG, STADTLUFT Dresden, MONOPOL u.v.m. Außerdem bin ich Kultur- und Medienwissenschaftlerin. Meine Themen: Feminismus, Mutterschaft, Gesellschaft, Sachsen, der Osten, Kunst, Punk und Metal. 

Wie ich wurde, was ich bin

Als Teenager stellte ich den Schulbesuch ein und las stattdessen Nietzsche. Das ist kein guter literarischer Umgang für eine Vierzehnjährige. Die Sache wurde etwas besser, als ich Thomas Mann verfiel, literarisch, weil kunstvolle Wortkaskaden über nihilistische Schwermut hinweghelfen. Aber dann verliebte ich mich in Kafka, und keine Liebe zu Kafka kann glücklich enden.

Ansonsten verschwendete ich meine Jugend in billigen Punk-Kaschemmen. In Ledermini, Netzstrümpfen und kaputten Springerstiefeln. Nicht jeder kann cool sein. „Kind“, sagten besorgte Verwandte, „aus dir wird nie etwas werden!“ Das bestätigte sich, als ich mich nach dem Studium als Unternehmensberaterin verdingen musste. So kann es gehen im Leben. Allgemeine Tendenz trotzdem: Es geht bergauf.

 


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